Höhlenforschung
Wer in den 70ern aufgewachsen ist, kennt Höhlenforschung als Doppelseite in jedem besseren Kinderlexikon: links ein tiefer Schacht, den jemand mit Helmleuchte herunterklettert, unten dann das Basislager und am unteren Bildrand dann die Höhlenforscher, die mit einem Boot einen unterirdischen See überqueren und Tropfsteine gucken. Betrieben wurde das ganze von Leuten in Frankreich, oder auf anderen Kontinenten. spannend, aber nichts, Wasser ich je machen würde wenn ich gross bin.
Auf dem "Tag des Geotops" 2009 hab ich dann rausgefunden, dass auch in unmittelbarer Nähe höhlengeforscht wird - auch mit Strickleiter und Schlauchbot, das volle Programm. Mit dem Arbeitskreis Kluterthöhle gibt es in unmittelbarer Nähe eine weltklasse-Truppe von Höhlenforschern.
Für sechs stunden war der Arbeitsablauf etwa so: Ganz unten ("vor Ort") schaufelte jemand den Lehm in einen aufgeschnittenen Kanister (oberstes Bild). Dann zog der Mann auf die Mittelposition (meine Füsse im ersten Bild) den Kanister an einer Schnurr nach oben, bugsierten Ihn um eine Engstelle (zweites Bild) und dann konnte er rausgezogen und in "richtige" Eimer entleert werden. Das letzte Glied der Kette musste Eimer wegschleppen.
Ich hab den Eimer halb voll gekriegt, indem ich den Arbeitsplatz etwas verbreitert habe und ihn dann ausleeren lassen ("Hey, beim drei halbfollen Eimern gibt's nachher beim Abendessen keine Vorspeise") und dann wieder die Maulwürfe rangelassen, die schneller Gruben, als ich Eimer auskippen konnte.
Am Ende war der Gang dann genug aufgeweitet, das man sich umdrehen konnte und es wurde nach unten weitergearbeitet, wo es vielversprechend aussah. Ein Fausgrosses Loch liess ein Echo vernehmen, aber es sollte pünktlich zum Abendessen gehen ("Pah! Früher hätten wir doch jetzt nicht aufgehört. Mädchen!"). Danach gab es beim Griechen 5000 Kalorien für jeden.
Nett wars und ich war wesentlich Dreckiger, als meine Kinder es beim Spielen werden.






